Alles ist vorbereitet für eine gute Bewerbung. Der Lebenslauf ist auf Hochglanz poliert. Alle Zeugnisse und Referenzschreiben zusammengetragen. Jetzt kann es eigentlich gleich losgehen. Eines sollte man jedoch noch vorab erledigen, bevor die Bewerbung raus geht.
Nach dem eigenen Namen googeln. Am besten geht das mit Vor- und Nachnamen in Anführungszeichen, wie „Max Mustermann“ beispielsweise. Denn die meisten Personalreferenten werden das auch tun. Die Frage ist nur, was erscheint da bei Google. Etwas aktuelles, treffendes, belangloses oder vielleicht was peinliches?
Fangen wir mal bei Dingen an, die bei einer Bewerbung nicht ganz vorteilhaft sein könnten:
- Das Video bei youtube der letzten Unifete. Gröhl….
- Die Einladung zur ultimativen Schlacht in Word of Warcraft.
- Die letzten Urlaubsbilder mit der Freundin oder Kumpels bei flickr.
- Den eignen Blog mit netten Kommentaren und Empfehlungen für die besten Partys der Stadt.
- Und so weiter und so fort.
Klar, hat der Personalreferent in seinem Leben auch schon mal über die Strenge geschlagen. Dieser hat aber wahrscheinlich schon dafür gesorgt, dass er sich im Internet gut darstellt. Wie er das macht, hier ein paar Tipps:
Schritt 1 Was wird über mich gefunden?
Alle relevanten Suchmaschinen überprüfen und nach persönlichen Daten wie Name, Vorname, Mädchenname, Ort etc. suchen. Abhängig davon, wie gebräuchlich ein Name ist. Angefangen bei den großen Suchmaschinen wie google und yahoo bis über myspace, technorati, Mister-wong und studivz.
Schritt 2 Wie räume ich am besten auf?
Versuche, all die nutzlosen und ungeeigneten Inhalte auf den jeweiligen Seiten zu entfernen. Schreib den Inhabern der Blogs. Nimm Kontakt mit Administratoren von Contentseiten auf. Nimm Deine myspace-Seite offline und lösche die unbrauchbaren Kommentare. Und das so früh wie möglich, damit diese im Google Cache nicht mehr gefunden werden.
Schritt 3 Optimierte Internetpräsenzen
Schreibe über relevante Themen und poste diese in Foren, Boards und Communities. Update die Bilder bei flickr, myspace und youtube. Möglichst unterschiedliche Beiträge an unterschiedlichen Orten zu platzieren ist dabei entscheidend. Und ganz wichtig, Freunde einladen, um selbst erstellte Inhalte positiv bewerten zu lassen.
Schritt 4 Die eigene Internetpräsenz und gefunden werden
Am besten eine eigene Domain mit ausreichend Inhalten für den eigenen Namen anlegen. Falls dieser nicht mehr frei ist, gegebenenfalls auf .com, .org, .net etc. ausweichen oder Vor- Nachname mit Bindestrich trennen. Einfacher geht es dagegen über spezielle Internetservices, die darauf ausgerichtet sind, persönliche Informationen zu einem Profil zusammen zu fassen. Also alle Informationen im Internet zusammentragen und die eigene Profilseite befüllen. Ein möglicher Anbieter ist bspw. ClaimID. Der Vorteil dabei ist, dass kaum Internetkenntnisse notwendig sind, um eine Seite zu erstellen, die dann auch über Google gefunden wird.
Schritt 5 Relevanz, Aktualität und Management der Inhalte
Wenn die Profilseite angelegt ist, dann sollte man von Zeit zu Zeit überprüfen, ob die Inhalte noch aktuell und v.a. relevant sind. Falls auch noch Freunde, Bekannte, Kommilitonen oder Arbeitskollegen bereit sind, positives zu schreiben, ist es Zeit, ein eigenes Netzwerk aufzubauen: z.B. über Xing, Linkedin oder anderen social Network Anbietern.
Fazit
Gerade durch die Verbreitung von sozialen Netzwerken, Nutzer generierten Inhalten und all den netten Features im Internet, die durch die Web 2.0 Euphorie entstehen, wird es immer wichtiger, seine eigene Identität im Internet zu managen, zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren. Egal, ob man Schüler, Student, in der Ausbildung oder im Beruf steht. Die publizierten Inhalte, sind für jedermann zugänglich und keiner möchte, dass jeder über die eigenen „Jugendsünden“ Bescheid weiß.