In Anbetracht der Leichtigkeit des Seins im Internet wird es Zeit, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Zumal wir immer mehr Informationen im Web über uns hinterlassen. Angefangen bei Einträgen in Foren, Blogs, Bookmarklisten, Communties, Shops uvm.
Die Frage, die sich dabei stellt ist doch, „Muss ich all die Inhalte über mich und meine Person, die ich evtl. gar nicht selbst im Internet publiziere, managen?“
Stellen wir uns doch einfach mal vor: Eltern, Lehrer, Personalberater, Bekannte etc. finden über Google einen Eintrag auf Platz 1 bei betrunkene-dekorieren.de von mir. Was wäre, wenn das die einzige Information über mich Im Internet ist?
Nachdem das Internet mehr und mehr zur „Personensuche“ herangezogen wird, könnte das durchaus mal kritisch werden.
Was wäre, wenn einer von uns Michael Meier hieße und mit dem Namen nicht ganz allein in Deutschland dastünde? Oder ein anderer Michael Meier bei Google auf Platz 1 zu finden ist und von sich behauptet, „Ich bin Pippi Langstrumpf … und ich mach meine Welt, widewidewie sie mir gefällt!“?
Soll ich also in Zeiten des herbei beschworenen Web 2.0 Booms in der Lage sein, meine Identität im Internet beeinflussen zu können? Das heißt, sollte ich in bestimmten Situationen wie Bewerbungen um eine Lehrstelle, Studienplatz, Arbeitsplatz oder bei der Kontaktsuche überhaupt gefunden werden?
Ich denke ja, und dann bitte auch mit den „passenden“ Informationen.
Damit ergeben sich interessante Facetten der Identität im Internet wie beispielsweise die Personensuche, Social Search, Selbstdarstellung, Selbstvermarktung, Internetpräsenz, Identitätsmanagement, digitales Persönlichkeitsprofil uvm.
In der Praxis gibt es dazu bereits einige viel versprechende Ansätze auf die wir im Einzelnen eingehen werden.