Archiv für Februar 2007

Personen finden – auch mit Web 2.0 gar nicht so einfach

Februar 7, 2007

Der diesjährigen Online Handels Kongress drehte sich dieses Jahr um die Fragen:

- Web 2.0: Das neue Internet?
- Wie reagieren Online Händler auf die neuen Entwicklungen?
- Wo liegt die digitale Zukunft?
- Welche neuen Technologien revolutionieren den Online Handel?

Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass Handelsunternehmen, zu dem sich zwischenzeitlich auch Spreadshirt zählt, das Thema Web 2.0 als solches als gegeben ansehen. Es wurden Aussagen wie „…das machen wir schon lange, dass ist nichts Neues und Grundlage des Internets und damit unseres Geschäfts…“ getroffen. Der überwiegende Teil der vertretenen Unternehmen hat sich dagegen schon kritischer mit dem Thema und den Folgen des „offenen“ Internets befasst.

Zu erkennen war hierbei, dass einige der Teilnehmer dem Trend sehr skeptisch gegenüber stehen. Denn, wie Geoffrey Ramsey, Co-founder and CEO, eMarketer, New York/USA, es auf den Punkt brachte, wird Nutzern die Möglichkeit gegeben, auf sich aufmerksam zu machen, sich Gehör zu verschaffen und ein breites Publikum anzusprechen. Dieses Privileg stand in der Vergangenheit ausschließlich großen Unternehmen zur Verfügung!
Damit wurde auch die Bedeutung von Interne Persönlichkeiten erkannt und wird nicht mehr als Web 2.0 Geschichte abgetan. Social Networking, Communities, Social Search usw. sind zwischenzeitlich, zu einer akzeptierten, ernst zunehmenden und respektierten Institution avanciert.

Eine Herausforderung besteht jedoch weiterhin, und zwar, wie werde ich im Internet gefunden, wie werden Leute schnell und einfach auf mich aufmerksam und wie kann ich eine breitere Masse ansprechen. Und das Ganze, ohne zugespamt zu werden. Bloggen ist natürlich eine Möglichkeit. Jedoch aufwendig und zwischenzeitlich schwer zu vermarkten. So schaffen es auch nur die Wenigsten, im Internet gefunden zu werden und Aufmerksamkeit zu erlangen.
Weitere Infos für Interessierte zum Kongress findet ihr hier.

web 2.0 und meine Identität im Internet (Idability)

Februar 2, 2007

In Anbetracht der Leichtigkeit des Seins im Internet wird es Zeit, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Zumal wir immer mehr Informationen im Web über uns hinterlassen. Angefangen bei Einträgen in Foren, Blogs, Bookmarklisten, Communties, Shops uvm.

Die Frage, die sich dabei stellt ist doch, „Muss ich all die Inhalte über mich und meine Person, die ich evtl. gar nicht selbst im Internet publiziere, managen?“

Stellen wir uns doch einfach mal vor: Eltern, Lehrer, Personalberater, Bekannte etc. finden über Google einen Eintrag auf Platz 1 bei betrunkene-dekorieren.de von mir. Was wäre, wenn das die einzige Information über mich Im Internet ist?
Nachdem das Internet mehr und mehr zur „Personensuche“ herangezogen wird, könnte das durchaus mal kritisch werden.

Was wäre, wenn einer von uns Michael Meier hieße und mit dem Namen nicht ganz allein in Deutschland dastünde? Oder ein anderer Michael Meier bei Google auf Platz 1 zu finden ist und von sich behauptet, „Ich bin Pippi Langstrumpf … und ich mach meine Welt, widewidewie sie mir gefällt!“?

Soll ich also in Zeiten des herbei beschworenen Web 2.0 Booms in der Lage sein, meine Identität im Internet beeinflussen zu können? Das heißt, sollte ich in bestimmten Situationen wie Bewerbungen um eine Lehrstelle, Studienplatz, Arbeitsplatz oder bei der Kontaktsuche überhaupt gefunden werden?
Ich denke ja, und dann bitte auch mit den „passenden“ Informationen.

Damit ergeben sich interessante Facetten der Identität im Internet wie beispielsweise die Personensuche, Social Search, Selbstdarstellung, Selbstvermarktung, Internetpräsenz, Identitätsmanagement, digitales Persönlichkeitsprofil uvm.

In der Praxis gibt es dazu bereits einige viel versprechende Ansätze auf die wir im Einzelnen eingehen werden.