SPOCK die neue “echte” Personensuchmaschine?

April 13, 2007

Spock. Hört sich eigentlich eher nach Star Trek an, soll aber die neue und ultimative People Search Engine sein, die Google, Yahoo, MSN, Ask und Co. das Fürchten lernen soll.

Nach Einschätzung der Gründer werden 30% aller Suchen nach Menschen bzw. Personen gesucht, die sich im Web 2.0 Hype monetarisieren lassen. Damit haben sie wohl auch Ihre Investoren (Beteiligung vor Launch von ca. 7 Mio US Dollar) überzeugt.
Ob es sich dabei um gesuchte Persönlichkeiten oder um den netten Nachbarn nebenan handelt, wurde jedoch nicht beschrieben.

Die gespiderten Personendaten werden bei Spock gesammelt, aggregiert und daraufhin überprüft, ob es sich um Dubletten etc. handelt. Um das ganze noch Web 2.0 tauglich zu machen, werden entsprechende Tags vergeben. Es soll darüber hinaus möglich sein, Relationen von Personen zu anderen darzustellen.

Leider ist die Personensuchhilfe noch nicht öffentlich zugänglich, sodaß nur eingeladene Nutzer Zugriff darauf haben.
Wir sind also gespannt, was die Jungs aus dem Silicon Valley für 7 Mio. auf die Beine stellen.

Selbstmarketing bei Bewerbungen oder das Management meiner Internetpräsenz

März 4, 2007

Alles ist vorbereitet für eine gute Bewerbung. Der Lebenslauf ist auf Hochglanz poliert. Alle Zeugnisse und Referenzschreiben zusammengetragen. Jetzt kann es eigentlich gleich losgehen. Eines sollte man jedoch noch vorab erledigen, bevor die Bewerbung raus geht.
Nach dem eigenen Namen googeln. Am besten geht das mit Vor- und Nachnamen in Anführungszeichen, wie „Max Mustermann“ beispielsweise. Denn die meisten Personalreferenten werden das auch tun. Die Frage ist nur, was erscheint da bei Google. Etwas aktuelles, treffendes, belangloses oder vielleicht was peinliches?

Fangen wir mal bei Dingen an, die bei einer Bewerbung nicht ganz vorteilhaft sein könnten:

- Das Video bei youtube der letzten Unifete. Gröhl….
– Die Einladung zur ultimativen Schlacht in Word of Warcraft.
– Die letzten Urlaubsbilder mit der Freundin oder Kumpels bei flickr.
– Den eignen Blog mit netten Kommentaren und Empfehlungen für die besten Partys der Stadt.
– Und so weiter und so fort.

Klar, hat der Personalreferent in seinem Leben auch schon mal über die Strenge geschlagen. Dieser hat aber wahrscheinlich schon dafür gesorgt, dass er sich im Internet gut darstellt. Wie er das macht, hier ein paar Tipps:

Schritt 1 Was wird über mich gefunden?
Alle relevanten Suchmaschinen überprüfen und nach persönlichen Daten wie Name, Vorname, Mädchenname, Ort etc. suchen. Abhängig davon, wie gebräuchlich ein Name ist. Angefangen bei den großen Suchmaschinen wie google und yahoo bis über myspace, technorati, Mister-wong und studivz.

Schritt 2 Wie räume ich am besten auf?
Versuche, all die nutzlosen und ungeeigneten Inhalte auf den jeweiligen Seiten zu entfernen. Schreib den Inhabern der Blogs. Nimm Kontakt mit Administratoren von Contentseiten auf. Nimm Deine myspace-Seite offline und lösche die unbrauchbaren Kommentare. Und das so früh wie möglich, damit diese im Google Cache nicht mehr gefunden werden.

Schritt 3 Optimierte Internetpräsenzen
Schreibe über relevante Themen und poste diese in Foren, Boards und Communities. Update die Bilder bei flickr, myspace und youtube. Möglichst unterschiedliche Beiträge an unterschiedlichen Orten zu platzieren ist dabei entscheidend. Und ganz wichtig, Freunde einladen, um selbst erstellte Inhalte positiv bewerten zu lassen.

Schritt 4 Die eigene Internetpräsenz und gefunden werden
Am besten eine eigene Domain mit ausreichend Inhalten für den eigenen Namen anlegen. Falls dieser nicht mehr frei ist, gegebenenfalls auf .com, .org, .net etc. ausweichen oder Vor- Nachname mit Bindestrich trennen. Einfacher geht es dagegen über spezielle Internetservices, die darauf ausgerichtet sind, persönliche Informationen zu einem Profil zusammen zu fassen. Also alle Informationen im Internet zusammentragen und die eigene Profilseite befüllen. Ein möglicher Anbieter ist bspw. ClaimID. Der Vorteil dabei ist, dass kaum Internetkenntnisse notwendig sind, um eine Seite zu erstellen, die dann auch über Google gefunden wird.

Schritt 5 Relevanz, Aktualität und Management der Inhalte
Wenn die Profilseite angelegt ist, dann sollte man von Zeit zu Zeit überprüfen, ob die Inhalte noch aktuell und v.a. relevant sind. Falls auch noch Freunde, Bekannte, Kommilitonen oder Arbeitskollegen bereit sind, positives zu schreiben, ist es Zeit, ein eigenes Netzwerk aufzubauen: z.B. über Xing, Linkedin oder anderen social Network Anbietern.

Fazit
Gerade durch die Verbreitung von sozialen Netzwerken, Nutzer generierten Inhalten und all den netten Features im Internet, die durch die Web 2.0 Euphorie entstehen, wird es immer wichtiger, seine eigene Identität im Internet zu managen, zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren. Egal, ob man Schüler, Student, in der Ausbildung oder im Beruf steht. Die publizierten Inhalte, sind für jedermann zugänglich und keiner möchte, dass jeder über die eigenen „Jugendsünden“ Bescheid weiß.

Personen finden – auch mit Web 2.0 gar nicht so einfach

Februar 7, 2007

Der diesjährigen Online Handels Kongress drehte sich dieses Jahr um die Fragen:

- Web 2.0: Das neue Internet?
– Wie reagieren Online Händler auf die neuen Entwicklungen?
– Wo liegt die digitale Zukunft?
– Welche neuen Technologien revolutionieren den Online Handel?

Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass Handelsunternehmen, zu dem sich zwischenzeitlich auch Spreadshirt zählt, das Thema Web 2.0 als solches als gegeben ansehen. Es wurden Aussagen wie „…das machen wir schon lange, dass ist nichts Neues und Grundlage des Internets und damit unseres Geschäfts…“ getroffen. Der überwiegende Teil der vertretenen Unternehmen hat sich dagegen schon kritischer mit dem Thema und den Folgen des „offenen“ Internets befasst.

Zu erkennen war hierbei, dass einige der Teilnehmer dem Trend sehr skeptisch gegenüber stehen. Denn, wie Geoffrey Ramsey, Co-founder and CEO, eMarketer, New York/USA, es auf den Punkt brachte, wird Nutzern die Möglichkeit gegeben, auf sich aufmerksam zu machen, sich Gehör zu verschaffen und ein breites Publikum anzusprechen. Dieses Privileg stand in der Vergangenheit ausschließlich großen Unternehmen zur Verfügung!
Damit wurde auch die Bedeutung von Interne Persönlichkeiten erkannt und wird nicht mehr als Web 2.0 Geschichte abgetan. Social Networking, Communities, Social Search usw. sind zwischenzeitlich, zu einer akzeptierten, ernst zunehmenden und respektierten Institution avanciert.

Eine Herausforderung besteht jedoch weiterhin, und zwar, wie werde ich im Internet gefunden, wie werden Leute schnell und einfach auf mich aufmerksam und wie kann ich eine breitere Masse ansprechen. Und das Ganze, ohne zugespamt zu werden. Bloggen ist natürlich eine Möglichkeit. Jedoch aufwendig und zwischenzeitlich schwer zu vermarkten. So schaffen es auch nur die Wenigsten, im Internet gefunden zu werden und Aufmerksamkeit zu erlangen.
Weitere Infos für Interessierte zum Kongress findet ihr hier.

web 2.0 und meine Identität im Internet (Idability)

Februar 2, 2007

In Anbetracht der Leichtigkeit des Seins im Internet wird es Zeit, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Zumal wir immer mehr Informationen im Web über uns hinterlassen. Angefangen bei Einträgen in Foren, Blogs, Bookmarklisten, Communties, Shops uvm.

Die Frage, die sich dabei stellt ist doch, „Muss ich all die Inhalte über mich und meine Person, die ich evtl. gar nicht selbst im Internet publiziere, managen?“

Stellen wir uns doch einfach mal vor: Eltern, Lehrer, Personalberater, Bekannte etc. finden über Google einen Eintrag auf Platz 1 bei betrunkene-dekorieren.de von mir. Was wäre, wenn das die einzige Information über mich Im Internet ist?
Nachdem das Internet mehr und mehr zur „Personensuche“ herangezogen wird, könnte das durchaus mal kritisch werden.

Was wäre, wenn einer von uns Michael Meier hieße und mit dem Namen nicht ganz allein in Deutschland dastünde? Oder ein anderer Michael Meier bei Google auf Platz 1 zu finden ist und von sich behauptet, „Ich bin Pippi Langstrumpf … und ich mach meine Welt, widewidewie sie mir gefällt!”?

Soll ich also in Zeiten des herbei beschworenen Web 2.0 Booms in der Lage sein, meine Identität im Internet beeinflussen zu können? Das heißt, sollte ich in bestimmten Situationen wie Bewerbungen um eine Lehrstelle, Studienplatz, Arbeitsplatz oder bei der Kontaktsuche überhaupt gefunden werden?
Ich denke ja, und dann bitte auch mit den „passenden“ Informationen.

Damit ergeben sich interessante Facetten der Identität im Internet wie beispielsweise die Personensuche, Social Search, Selbstdarstellung, Selbstvermarktung, Internetpräsenz, Identitätsmanagement, digitales Persönlichkeitsprofil uvm.

In der Praxis gibt es dazu bereits einige viel versprechende Ansätze auf die wir im Einzelnen eingehen werden.

Studien zur Googlesuche im Rahmen von Bewerbungen

Januar 27, 2007

Eine amerikanische Studie untermauert die Relevanz eines guten online Profils für Bewerber und Jobsuchende.
77% der befragten Personalreferenten- und Chefs verwendeten eine Suchmaschine, um Informationen zu ihren Kandidaten zu erhalten. 35% der Kandidaten flogen im Anschluss daran aus der jeweiligen Bewerbungsrunde.
Darüber hinaus wurden Head Hunter befragt, wie oft sie “Ego Surf” betreiben, um geeignete Kandidaten zu bewerten.
Hier lag die Zahl sogar bei 82%. Jedoch wurden auch “nur” 33% auf Basis der Suchergebnisse herausgefiltert.
Wahrscheinlich, weil Headhunter etwas differenzierte Quellen verwenden, als ein Personalreferent.

Der Menschensucher oder die richtige Personensuchmaschine

Dezember 21, 2006

Die Frage, die ich mir häufiger Stelle ist, gibt es den ultimativen online Menschensucher eigentlich? Bisher ist mir dieser leider nicht über den Weg gelaufen. Es gibt viele sehr eindimensionale Plattformen, auf denen ich mit unterschiedlichem Wissensstand suchen kann. Anbei eine kleine Liste mit Tipps aber auch Defizienten zur Personensuche:

Suchmaschinen:
Google und Co. sind durchaus hilfreich, wenn die gesuchte Person eine entsprechende Präsenz im Internet aufweist. Schwer wird es jedoch für den anonymen Surfer, der seinen Namen nicht auf eine Webseiten, Blog oder Foren schreiben kann oder auch möchte. Hier helfen allgemeine Suchmaschinen nicht viel weiter. Darüber hinaus kann es bei Suchanfragen nach „Michael Meier“ schon mal länger dauern, den richtigen zu finden.

E-Mail:
Hin und wieder möchte ich einen Bekannten schreiben und kenne seine E-Mail Adresse nicht, oder hab gerade keinen Zugriff auf mein Outlook. Also, was tun?
Es gibt leider kein zentrales E-Mail Verzeichnis. Es gibt nicht einmal eine große bekannte Suchemaschine für den meist genutzten Dienst des Internets. Hilfreich sind Seiten wie look4you, Yahoo Emailsuche, Emailbook und Co. Richtig umfangreiche und va. aktuelle Verzeichnisse gibt es jedoch nicht wirklich.

Telefonbuch:
Mittlerweile gibt es neben der Telekom noch weitere Anbieter wie klicktel, goyellow usw. Aber auch hier gestaltet sich die Suche nicht ganz einfach. Wenn sich jemand beim Anschluss seiner Telefonleitung nicht eintragen hat lassen, wird auch hier nichts gefunden. Darüber hinaus muss ich wissen, wo die Person wohnt, um hilfreiche Ergebnisse zu erhalten. Jedoch lassen sich Revers suchen durchführen. Einfach Telefonnummer eingeben und den passenden Namen inkl. Anschrift finden, falls eingetragen.

Soziale Plattformen:
Hilfreich können soziale Plattformen wie openbc, oneworld, studivz oder stayfriends sein. Zwischenzeitlich melden sich viele Personen mit unterschiedlichstem Hintergrund dort an. Jedoch sind die Portale sehr spitz, also va. an bestimmte Zielgruppen wie Studenten, Geschäftsleute oder Schüler gerichtet und decken dementsprechend nur einen geringen Teil der Bevölkerung ab. Nachteil ist natürlich auch die jeweilige Registrierung, um mit gefundenen Personen in Kontakt treten zu können.

Kommerzielle Sucher:
Anbieter hierfür gibt es sowohl online als auch offline. Angefangen beim Detektiv bis zum gelangweilten Studenten. Zur Recherche werden neben dem Internet häufig auch kostenpflichtige Quellen herangezogen, die nicht über das Internet zugänglich sind. Solche professionellen Suchdienste wie bspw. Reunion.com sind damit nichts für die schnelle, unkomplizierte Onlinesuche. Im Rahmen von verloren gegangenen Familienmitgliedern aber durchaus empfehlenswert.

Fazit:
Das Suchen und Finden von Personen im Internet gestaltet sich auch im Jahr 2007 immer noch schwierig. Ob das gut so ist, möchte ich nicht sagen. Erstaunlich ist es jedoch allemal.
Wenn jemand noch weitere Tipps hat, wie ich einfach und unkompliziert Personen im Internet finde, freue ich mich über entsprechende Kommentare.


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